Warten

Warten- warten? Warten!

Warten, ich kann nicht gut warten. Warten macht mich ungeduldig. Warten an der Kasse zum Beispiel oder am Schalter. Hinten anstehen und warten. Nichts tun. Da bin ich in Gedanken schon wieder auf dem Sprung.

Warten macht mich nervös.Warten braucht Geduld, und Gelassenheit und Zeit!

Meine Zeit verrinnt. Meine kostbare Zeit, meine Minuten! Mein Leben!


„Wart schnäll“ darüber hat sich Massimo Rocchi schon lustig gemacht. Wart schnäll, so unmöglich! Aber passend. Ich bin nur bereit, schnell zu warten. Für langsames, andauerndes Warten habe ich keine Zeit, keine Kapazität, bin ich nicht bereit.

Ich kann mich unterhalten, die Leute vor mir beobachten, mich ablenken. Was bleibt ist der Drang, die vergeudete Zeit wieder aufzuholen. Mir die gestohlenen Minuten zurück zu erobern.

Der Stress hat mich


Warten. Warten hat noch eine andere Bedeutung:

Warten im Sinne von durchchecken, kontrollieren, beobachten, reparieren.


Ich kann mich warten. Von der Warte aus. Während ich am Warten bin.

In mich hinein hören, auf mich achten. Meine Atmung? Oberflächlich.

Meine Muskeln? Verspannt!

Meine Haltung: Verkrampft.

Meine Präsenz? Schon wieder unterwegs.


Warten

Mit beiden Füssen den Boden spüren, entspannen, gut atmen, Kopf leeren.

Aus meiner Warte kann ich mich beobachten und schliesslich habe ich

mich gewartet, während dem Warten.


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