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« Enjoy your life in full trains »

  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

«Geniesse dein Leben in vollen Zügen», dä Spruch mit dere luschtige änglische Übersetzig isch mir i Sinn cho, woni bi underwägs gsi. Zwar nid mitem Zug, aber im Bahn-Ersatzbus.

Usgrächnet vom Touriste-Hotspot Interlake bis uf Spiez hani ufe Ortsbus müesse umstige. I vermuete Bouarbeite als Grund, es sig nämlech scho es paar Tag so gnietig aber zum Glück nümme mänge, verzellt mir die Dame wo bim Altersheim isch zuegstige. Uf d Poscht het sie wölle und de häb chläb chönne rächtzitig usstige.

Ja, nid nume ds Iistige isch e Kunscht, sondern o, dass me zwüsche all dene Mönsche und grosse Koffere de o wieder rächtzitig zur Türe chunnt. Der Chauffeur dünkt mi geduldig und rücksichtsvoll. (Oder isch ihm äch d Pünktlichkeit nid soo wichtig?)

Uf all Fäll hets ihn nid sichtlech gstresst, dass der Bus scho bim dritte Halt 3 Minute Verspätig iigfahre het, wül dä eint Passagier bim Löse vom Biliee no sini halbi Läbesgschicht verzellt het. Ja, das isch übertribe, die halbi Läbesgschicht wär sicher vil lenger gange, es isch e eltere Herr gsi und sis Verzelle het sich vermuetlech nume grad ume Bilieechouf für uf Spiez ghandlet…

Der Bus-Chauffeur het ohni miteme Muulegge z zucke, uf ds Münz gwartet wo mit gstabelige Finger isch usem Portemonnaie gchnüüblet worde, het witer gwartet, bis dä Herr de sis Ticket het iz Portemonnaie tischelet gha und ufem einzige freie, Sitzplatz isch abghocket gsi.

Speter hani gmerkt, dass dä Chauffeur gar nid so guet Dütsch redt und vermuetlech o nid versteit. Vilech het är die Taktik, vom «nid lah aamerke dasi nüt verstah- de geits schnäller»? Aber die verhet nid immer, daderzue de es paar Statione später meh.

Chli luschtig dünkt mi die Hampfele Jugendlichi wo sich mit ihrer Wassermelone und ihrne Mate Tees nume grad für bis zur nächste Haltestell i Bus inequetsche. I schetze, dass si öpe füf, oder ja, mit Wassermelone vilech 7 Minute hätte gha, wenn sie wäre gloffe.

I bi im Gang gstande. Zersch no zimli wit vorne, de hei mi bhäbegi Tourischte mit no bhäbigere Koffere je länger je witer hindere drückt. Bi mir vorcho wie bim Skifahre ir grosse Gondle. Nume dass chli anderi Düft mini Nase hei usegforderet.

E fiini asiatischi Frou het mi erchlüpft aagluegt und sich entschuldiget, dass si mir ufe Fuess sig gstande. «Nevermind» hani gseit, macht nüt, has würklech ersch gmerkt, wo sie wieder drab gstande isch, dass es nid der Socke isch gsi wo mi het drückt.

Wieder e Halt und wieder wei no meh Mönsche i dä Bus, ig stuune wie vil dass i dere Fülli no Platz hei. E Jugendliche stigt ii, är het d Fischruete derbi. Die verschlaht afe nid vil Platz. Är o nid und mini Nase isch froh, het är dä Vormittag kei Fisch gfange.

Churz vor Fulesee funket der Chauffeur mitem Gägeverchehr: «Du nix warte, wir abe Versbätung.»

Das merke o die Fahrgescht wo gärn uf Spiez zum Bahnhof wette mitfahre. E Frou fragt: «Wartet de der Aaschlusszug uf Romannshorn?» Der Chauffeur seit: «Wenn Bus gume spät, ische voll.» Die Frou, sie isch e «bringi», mah no grad ine, hinder der Türe cha sie stah. Die andere wo am Warte si gsi, göh z Fuess. Es chlises Meitschi grännet und d Mama treit ihns. Der Stutz uuf.

I schile uf d Aazeigtafele und gseh die rote Zahle wo immer höcher wärde. Würdi äch o gschider loufe? I wett nämlech gärn der gliich Aaschlusszug verwütsche… (D Verspätig schiint aasteckend ds sy, dä Zug für witer chunnt de o z spät und mir verwütsche der Aaschluss.)

Ändlech simer wieder underwägs, aber scho gli wott öper usstige. Es git chli Platz, aber verzögeret d Witerfahrt, wül bis sich die zwöi mit ihrem Gepäck dür d Lüt düre drückt hei, duurets es Wiili. Alli wiiche uus, die Zentimeter wo si no chöi. Echli zrügg, echli übere und so entsteit doch no e Us-Gang.

Für die nächschti Haltestell drückt niemmer der Stopp-Chnopf. I fröie mi, dass mir chöi dürezieh, aber i fröie mi z früech. Es wott no öper ine.

Die Frou löst ds Ticket o bim Chauffeur. «Es halbs uf Thun,» bstellt sie. Är luegt nume läng. Und de ghöreni e fasch äbeso luschtegi Übersetzig wie die vo de volle Züg.

Sie wünscht nämlech:

«Ein halbes auf Thaun.»

 
 

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