Ton und Töpfer



Der Ton zu seinem Töpfer spricht:

«Was du da tust, gefällt mir nicht.

Drückst du so in mich hinein,

kann ich niemals ein Schmuckstück sein.


Überhaupt, ich dachte du tätest wollen,

ich brächte wie andere grosse Dinge ins Rollen,

könnte wie manche eine Schale sein

und du legst dann Kostbares in mich hinein.


Nicht einmal eine glatte Oberfläche habe ich,

könntest du von meiner Umgebung bitte befreien mich?

Und ach! Auch das muss ich erleiden noch!

Die Nadel sticht mir durch und durch ein Loch!


Ich habe viele unschöne Stellen,

scharfe Kanten und etliche Dellen.

Kann ich so wertvoll sein und irgendwie nützlich?

Sag mal, Töpfer, interessiert es dich eigentlich?»



Der Töpfer sagt: «Mein lieber Ton,

ich bringe dich in Form.

Nach meinem Plan für dich

töpfere und gestalte ich.


Ich empfehle dir, nicht auf andere zu schauen,

sondern auf mich und mein Wohlwollen zu vertrauen.

Deine Aufgabe im Leben

wird deine Talente hervorheben.


Deine Umgebung ist, was dich prägt

und zu deinen Mustern beiträgt.

Eine Konsequenz von deiner Nähe zur Nadel ist das Loch;

ich kann auch daraus etwas Gutes machen noch.


Natürlich interessiert es, interessierst DU mich!

Mein Zeichen trägst du: Mit Liebe gemacht hab’ ich dich.

Ganz fertig und perfekt wirst du nie sein,

das ist gut so, sei du selber, verschenk deinen Schein.»




Ich wünsche: Fröhliches ein-und auspacken zu Weihnachten

und mutiges (sich) entfalten und gestalten (lassen) im neuen Jahr! Alice




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